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Die „Aquabox“ von Stuttgart

Das von der Stadt Stuttgart beauftragte Interims-Hallenbad denkt weit voraus. Erst in zehn Jahren wird es als Ersatzbad im Stadtteil Untertürkheim benötigt. Bis dahin bleibt genug Zeit, um an zwei weiteren Standorten den ununterbrochenen Schwimmbadbetrieb während Sanierungen zu gewährleisten.

„Aquabox“ nennt die Stadt Stuttgart ihr Interims-Hallenbad. Holzbau, Technik und Rückbaubarkeit wirken dort auf ein Ziel hin: eine Übergangslösung mit langem Lebenszyklus. Das weltweit erste Hallenbad in Holzmodulbauweise steht zunächst am Kelterplatz in Zuffenhausen und sichert dort den Schwimmbetrieb während des Ersatzneubaus. Danach wird es zurückgebaut, transportiert und an weiteren Standorten erneut aufgebaut: in Möhringen und schließlich in Untertürkheim. Das zweigeschossige Gebäude folgt dem Prinzip von POOL out of the BOX: standardisiert im System, anpassbar im Einsatz. 46 vorgefertigte Holzmodule bilden Eingangsbereich, Aufenthaltsräume, Umkleiden, Sanitär- und Technikräume. Die tragende Konstruktion der Schwimmhalle entsteht in Holzelementbauweise. Die Dachbauteile aus Brettsperrholz werden montagefertig geliefert und vor Ort verbunden. Alle Anschlüsse sind so geplant, dass sie sich wieder lösen lassen. Im Obergeschoss liegt die Schwimmhalle mit einem 25-Meter-Edelstahlbecken, fünf Bahnen und Teilhubboden. Wärmepumpen, Photovoltaik und Lüftung mit hoher Wärmerückgewinnung können den Energiebedarf senken.

Projektdaten

Standort:

Stuttgart-Zuffenhausen, mit weiteren Einsätzen in Möhringen und Untertürkheim

Edition:

sports

Schwimmbecken:

25-Meter-Edelstahlbecken, 5 Bahnen, Teilhubboden

Wasserfläche:

312,5 m²

Wasseraufbereitung:

Umwälzleistung von 172 m³/h

Energiegewinnung:

Photovoltaikanlage mit 115,2 kWp, Wärmerückgewinnung aus Spülwasser

Klimatisierung:

Drei Klimazonen für Foyer, Umkleiden und Schwimmhalle

Bruttogeschossfläche:

rund 2 670 m²

Bruttorauminhalt:

rund 12 500 m³

Anzahl Holzmodule:

46 Holzmodule für Umkleiden, Sanitärbereich, Aufenthaltsräume, Technik

Bauherr:

Stuttgarter Bäder, vertreten durch Hochbauamt, Landeshauptstadt Stuttgart

Was das Projekt auszeichnet

Für drei Standorte gebaut

Ein Hallenbad – drei Einsätze

Mehrfach nutzen statt neu bauen

Demontieren, versetzen, weiternutzen

Das System in der Praxis

46 Holzmodule, 25-Meter-Edelstahlbecken, ein durchdachtes Gesamtsystem

Effizient im Betrieb

Photovoltaik, Wärmerückgewinnung und moderne Gebäudetechnik

Der Kassenbereich kann nach individuellen Bedürfnissen ausgestattet werden Die horizontale Holzschalung ist eine der Möglichkeiten zur Fassadengestaltung Eine eigenständige Farbgebung stärkt die Standortidentität und unterstützt die Besucherführung Eine eigenständige Farbgebung stärkt die Standortidentität und unterstützt die Besucherführung Großzügige Verglasungen und hochwertige Materialien schaffen ein behagliches Raumklima
Der Kassenbereich kann nach individuellen Bedürfnissen ausgestattet werden
Die horizontale Holzschalung ist eine der Möglichkeiten zur Fassadengestaltung
Eine eigenständige Farbgebung stärkt die Standortidentität und unterstützt die Besucherführung
Eine eigenständige Farbgebung stärkt die Standortidentität und unterstützt die Besucherführung
Großzügige Verglasungen und hochwertige Materialien schaffen ein behagliches Raumklima

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